Die Herstellung von kalziniertem Petrolkoks (CPC) umfasst mehrere Schritte, typischerweise ausgehend von grünem Petrolkoks (GPC), der bei der Verarbeitung von Rohöl in Erdölraffinerien anfällt. Hier ist ein allgemeiner Überblick darüber, wie CPC erstellt wird:
Sammlung von grünem Petrolkoks (GPC):
GPC entsteht beim Crackprozess in Raffinerien. Wenn Rohöl hohen Temperaturen und verschiedenen Raffinierungsprozessen ausgesetzt wird, werden schwere Kohlenwasserstoffe in leichtere Fraktionen zerlegt, wobei GPC als Nebenprodukt zurückbleibt.
Vorkalzinieren (optional):
Vor der Kalzinierung kann GPC je nach den für das Endprodukt erforderlichen Spezifikationen einer Vorverarbeitung unterzogen werden, um Verunreinigungen zu entfernen oder es in kleinere Größen zu zerlegen.
Kalzinierungsprozess:
Heizung: Das GPC wird in einem Drehrohrofen oder einem Kalzinierungsofen auf Temperaturen im Bereich von 1200 bis 1400 Grad (ca. 2192 bis 2552 Grad F) erhitzt. Dieser Erhitzungsprozess erfolgt in einer kontrollierten Atmosphäre, normalerweise unter sauerstoffarmen Bedingungen, um eine Verbrennung zu verhindern.
Entfernung flüchtiger Komponenten: Während des Erhitzungsprozesses werden die im GPC vorhandenen flüchtigen Bestandteile ausgetrieben. Dazu gehören eventuell verbleibende Kohlenwasserstoffe sowie Feuchtigkeit und andere Verunreinigungen, was zu einem höheren Kohlenstoffgehalt führt.
Bildung von CPC: Durch die Wärmebehandlung kommt es zu einer Neuordnung der Kohlenstoffstruktur, was zu einer dichten, harten und graphitischen Struktur führt, die für kalzinierten Petrolkoks charakteristisch ist.
Kühlung:
Nach der Kalzinierung wird das CPC abgekühlt. Zu den Kühlmethoden können Luftkühlung oder Wasserabschreckung gehören, abhängig von der Einrichtung der Anlage und den Spezifikationen für das CPC.
Größenreduzierung und Siebung:
Das abgekühlte CPC kann granuliert oder gemahlen werden, um spezifische Partikelgrößen zu erreichen, die für verschiedene Anwendungen erforderlich sind. Anschließend wird es gesiebt, um Fraktionen unterschiedlicher Größe zu trennen.
Qualitätskontrolle:
Das Endprodukt wird Qualitätskontrolltests unterzogen, um sicherzustellen, dass es die erforderlichen Spezifikationen für Reinheit, Partikelgröße und andere Eigenschaften erfüllt.
Verpackung und Lagerung:
Schließlich wird der kalzinierte Petrolkoks verpackt und für den Versand an verschiedene Industrieabnehmer wie Aluminium-, Stahl- und Elektrodenhersteller gelagert.

